Mit den jüngsten Fortschritten in der Hirnforschung haben einige der klassischen Fragestellungen der Philosophie wieder neue Aktualität erhalten und das Interesse einer breiteren Öffentlichkeit auf sich gezogen. Nicht nur die Philosophie des Geistes in ihren nichtreduktionistischen Spielarten, auch Ethik und Sozialphilosophie sehen sich erneut naturalistisch-szientistischen Herausforderungen gegenüber. Was bedeuten etwa Autonomie, Verantwortlichkeit und Rationalität unter der Bedingung weitgehender oder sogar gänzlicher neuronaler Determinierung? Welchen Gebrauch sollen wir von neurophysiologischen Möglichkeiten der Verbesserung kognitiver Fähigkeiten machen? Welche Rolle spielen Gefühle bei der Erklärung und Rechtfertigung von Handlungen? Gibt es noch etwas, das uns die Psychoanalyse lehren könnte?
Österreichische Gesellschaft für Philosophie
8. Kongress
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